Hinweis zu Edibles: Die Wirkung tritt oft erst nach 1–2 Stunden ein — deutlich später als beim Rauchen. Starte immer mit einer kleinen Dosis und warte mindestens 2 Stunden ab, bevor du nachnimmst. Dosierungs-Guide lesen →
Zutaten
Portionen:
10
-
250 g Schweinsschmalz oder Gänseschmalz
-
3 g Decarboxyliertes Cannabis
-
1 Stück Zwiebel
-
1 TL Majoran
-
1 Prise Salz
-
1 Prise Schwarzer Pfeffer
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Schätzwert · Decarb-Effizienz 87% · individuell variabel
Wichtiger Schritt: Decarboxylierung
Rohes Cannabis ohne Decarboxylierung hat kaum Wirkung. Warum das so ist →
Zubereitung
1
Schmalz bei niedriger Hitze (max. 80°C) in einem kleinen Topf langsam schmelzen lassen.
2
Decarboxyliertes Cannabis zugeben und bei 75-80°C für 90 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich umrühren.
3
Zwiebel fein würfeln und nach 60 Minuten dazugeben, für die letzten 30 Minuten mitziehen.
4
Majoran, Salz und Pfeffer einrühren.
5
Durch ein feines Sieb oder Käseleinen abseihen. In Gläser füllen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Tipps & Tricks
- Nie über 90°C erhitzen – hohe Temperaturen zerstören die Cannabinoide.
- Im Kühlschrank bis zu 3 Wochen haltbar. Einfrieren verlängert die Haltbarkeit auf 3 Monate.
- Für vegetarische Variante kann Kokosöl statt Schmalz verwendet werden.
👑
Profi-Wissen
Chef-Tipps für dieses Rezept
1
Decarboxylierung ist der kritischste Schritt: Jedes Cannabis-Grundlagenrezept beginnt hier. 115 Grad Celsius, 40 Minuten im Ofen. Unter 110 Grad: unvollständige Aktivierung. Über 130 Grad: Cannabinoid-Abbau beginnt. Präzises Ofenthermometer benutzen.
2
Qualität des Ausgangsmaterials entscheidet: Besseres Cannabis ergibt bessere Extrakte. THC-Prozentzahl des Ausgangsmaterials multipliziert mit dem Gewicht in Gramm mal 10 ergibt die maximale THC-Menge in mg. Davon werden beim Infusionsprozess typisch 60-80% extrahiert.
3
Infusionstemperatur im goldenen Fenster: 65-70 Grad ist optimal für alle Cannabis-Grundlagenrezepte. Darunter: langsame, unvollständige Extraktion. Darüber: schrittweiser Cannabinoid-Abbau. Slow Cooker auf LOW-Stufe liegt typisch bei 70-80 Grad — ideal.
4
Abseihen mit Musselin, nicht mit Sieben: Feine Pflanzenmaterial-Partikel die durch Küchensiebe kommen, machen Extrakte bitter und grasig. Musselin-Tuch (Käseleintuch) gibt klare, bitterstofffreie Grundlagen. Zweimal abseihen für Spitzenqualität.
5
Beschriften und dokumentieren: Jedes Cannabis-Grundlagenprodukt muss beschriftet werden: Herstellungsdatum, Ausgangsmaterial-THC%, kalkulierter THC-Gehalt pro EL/TL/100ml. Ohne Dokumentation ist jede Dosierung ein Rätsel.
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Variationen
Kokosöl-Variante
Butter durch Kokosöl ersetzen — hält länger, ist vegan und hat einen leicht süsslichen Eigengeschmack.
Clarifizierte Butter (Ghee)
Butter vor der Infusion klären — entfernt Milcheiweiss, erhöht Haltbarkeit und Rauchpunkt.
CBD-Variante
Hochwertiges CBD-Blüten-Material statt THC-Cannabis verwenden — gleiche Methode, ohne psychoaktive Wirkung.
Empfohlene Sorten
Weiterführende Guides
Dieses Rezept wurde auf korrekte Dosierung, Zubereitung und Geschmack geprüft.
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Häufige Fragen zu diesem Rezept
Wie lange hält selbst gemachte Cannabutter?
Kühlschrank: 3–4 Wochen in luftdichter Glasdose. Gefrierschrank: bis 6 Monate. Tipp: In Eiswürfelformen einfrieren (ca. 1 EL pro Würfel) für praktische Einzelportionen. Geruch und Farbe vor Verwendung prüfen.
Unterschied Cannabutter vs. Cannabis-Olivenöl?
Cannabutter: cremig, butterartig, ideal für europäische Küche, Backen, Saucen. Cannabis-Olivenöl: fruchtig-herb, ideal für mediterrane Gerichte, Dressings, Vegan. Beide werden gleich hergestellt — decarboxylieren, dann in Fett infusionieren.