Cannabis bei Epilepsie: CBD als Antiepileptikum
CBD ist der am besten erforschte Cannabinoid bei Epilepsie. Das CBD-Medikament Epidiolex ist FDA-zugelassen für Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom.
| Epilepsieform | CBD-Evidenz | Dosierung (klinisch) |
|---|---|---|
| Dravet-Syndrom | Hoch (FDA-zugelassen) | 10–20 mg/kg/Tag |
| Lennox-Gastaut | Hoch (FDA-zugelassen) | 10–20 mg/kg/Tag |
| Fokale Epilepsie | Mittel | 5–15 mg/kg/Tag |
| Andere Formen | Niedrig | Individuell |
Häufige Fragen
Wie wirkt CBD bei Epilepsie?
CBD hemmt Natriumkanäle, aktiviert TRPV1-Rezeptoren, moduliert das GABA-System. Im Gegensatz zu THC hat CBD keine psychoaktive Wirkung und kein Missbrauchspotenzial.
Kann man CBD-Edibles bei Epilepsie nehmen?
Klinische CBD-Dosierungen (10–20 mg/kg/Tag) sind sehr hoch und schwer über Edibles zu verabreichen. Epidiolex ist besser standardisiert. Edibles mit CBD eignen sich eher für Wellness-Anwendungen.
Gibt es Wechselwirkungen mit Antiepileptika?
Ja – CBD hemmt CYP3A4 und CYP2C19. Das kann Spiegel von Clobazam, Valproat u.a. erhöhen. Engmaschige Laborkontrolle notwendig. Immer Neurologen einbeziehen.
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Wichtiger Hinweis
Cannabis bei Epilepsie ist immer ein medizinisches Thema. Bitte bespreche alle Cannabis-Einnahmen mit deinem behandelnden Neurologen oder Epilepsie-Spezialisten. Selbstmedikation kann gefährlich sein und bestehende Therapien beeinflussen.