Ich schau mir den @sousweed-Feed auf Instagram durch und direkt das dritte Bild macht mich an: Mango-farbene Gummies, perfekt geformt, mit einem Mango-Stück daneben. Das sieht aus wie etwas aus einem Food-Magazin. Ich klicke auf den Post, lese das Rezept-Snippet — und denk: das muss ich ausprobieren.
Monica Lo macht bei ihren Gummies alles mit Sous-Vide-Tinktur statt Öl oder Butter. Das ist ein Unterschied: Tinktur basiert auf Alkohol, der THC aus dem Cannabis löst. Sie dampft den Alkohol dann ab, was eine sehr konzentrierte, sehr gleichmäßige Lösung ergibt. Das macht die Dosierung bei Gummies besonders präzise.
Das Rezept hab ich leicht vereinfacht — ohne Sous-Vide-Equipment kann man auch mit normaler Tinktur oder Cannabis-Öl arbeiten. Das Ergebnis ist trotzdem klasse. Die Mango-Gummies waren das fruchtfrischeste Edible, das ich je gemacht hab — und der Wirkstoff war kaum zu schmecken.
Cannabis-Gummies (Instagram-Style): Das Wichtigste
- Lecithin-Pflicht: Ohne Lecithin trennt sich Oel in Gummies — ungleichmaessige Dosen
- Transparente Farbe: Helle Gummies mit MCT-Oel — dunkles Kokosoel gibt gelbliche Farbe
- Silikonformen: Bester Gummibaer-Effekt — gleichmaessige Groessen fuer praezise Dosierung
- Fruchtgeschmack: Gelatine + Fruchtsaft — Cannabis-Aroma gut maskierbar mit starken Fruchtsaeften
- Onset: 30–60 Min. bei Gummies — weniger Fett als Brownies = schnellerer Wirkungseintritt
Monica Los Philosophie: Cannabis als Superfood
Das ist der rote Faden bei allem, was Monica macht. Cannabis ist keine Droge, die man versteckt — es ist ein vielseitiger Naturstoff mit therapeutischen Eigenschaften. Genau deshalb ist sie auch bekannt für ihre asiatisch-amerikanische Küche mit Cannabis: die Terpene harmonieren mit asiatischen Gewürzen und Aromen auf eine Weise, die man erst verstehen muss.
Ihr Buch "The Weed Gummies Cookbook" ist 2022 erschienen und ist de facto das Standardwerk für Cannabis-Gummies. Wenn ihr ernsthaft in das Thema einsteigen wollt, ist das die Referenz.
