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Cannabis Terpene

Terpene sind aromatische Verbindungen, die den Geschmack und das Aroma von Cannabis bestimmen — und zusammen mit Cannabinoiden die Wirkung beeinflussen (Entourage-Effekt).

Cannabis Sorten Guide
Myrcen
Aroma: Erdig, moschusartig
Wirkung: Indica-lastig, entspannend
Natürliche Quellen: Hopfen, Mango, Thymian
Limonen
Aroma: Zitrus, frisch
Wirkung: Stimmungsaufhellend, stressreduzierend
Natürliche Quellen: Zitronen, Orangen, Limetten
Linalool
Aroma: Lavendel, blumig
Wirkung: Beruhigend, angstlösend
Natürliche Quellen: Lavendel, Basilikum, Lorbeer
Caryophyllen
Aroma: Würzig, pfeffrig
Wirkung: Entzündungshemmend
Natürliche Quellen: Schwarzer Pfeffer, Nelken, Basilikum
Pinene
Aroma: Kiefer, frisch
Wirkung: Alertness, Anti-Entzündung
Natürliche Quellen: Kiefernnadeln, Rosmarin, Basilikum
Terpinolen
Aroma: Blumig, fruchtig, kräuterig
Wirkung: Aufhellend, antioxidativ
Natürliche Quellen: Äpfel, Flieder, Tee
Ocimen
Aroma: Süß, holzig, krautig
Wirkung: Antiviraler Effekt
Natürliche Quellen: Basilikum, Minze, Petersilie
Humulen
Aroma: Erdig, holzig
Wirkung: Appetitzügelnd, entzündungshemmend
Natürliche Quellen: Hopfen, Salbei, Koriander

Entourage-Effekt beim Kochen

Wenn du Cannabis erhitzt, verdampfen viele Terpene bereits bei niedrigen Temperaturen (unter 100°C). Für ein vollständiges Terpenprofil gilt: Cannabis-Infusionen bei maximal 80–85°C herstellen, nicht über 90°C kochen.

Ergänze das Terpenprofil durch passende Kräuter: Limonen durch Zitronen-Zeste, Myrcen durch frischen Thymian, Linalool durch Lavendel in Desserts.

Cannabis Sorten & Terpene Decarboxylierung Guide THC Rechner

Terpene und ihre Wirkung im Überblick

Terpene sind flüchtige Verbindungen, die den charakteristischen Geruch und Geschmack von Cannabis prägen. Im sogenannten Entourage-Effekt interagieren sie mit Cannabinoiden und verstärken deren Wirkung.

TerpenAromaWirkungFood Pairing
MyrcenErdig, MangoEntspannend, sedierendMango, Thymian, Hopfen
LimonenZitrusStimmungsaufhellendZitrone, Orange, Limette
CaryophyllenWürzig, PfefferEntzündungshemmend (CB2)Schwarzer Pfeffer, Nelken
LinaloolLavendel, BlumeAngstlösend, schlafförderndLavendel, Koriander
PinenKiefer, FrischFokus, GedächtnisRosmarin, Dill, Petersilie
TerpinolenBlumig, fruchtigAntioxidativ, leicht sedierendApfel, Kreuzkümmel, Salbei

Terpene beim Kochen erhalten

Da Terpene flüchtig sind, verdampfen sie bei hohen Temperaturen. Optimale Kochtemperatur: unter 150°C. Cannabutter und Cannabis-Öl binden Terpene besser als Wasser. Terpene erst nach dem Kochen hinzufügen (z.B. als Dressing) erhält das Profil am besten.

Unter 150°C

Terpene bleiben erhalten

Fettbindung

Fett speichert Terpene optimal

Kühle Lagerung

Verhindert Verdampfung

Häufige Fragen zu Terpenen

Beeinflussen Terpene die Wirkung von Edibles?

Ja. Myrcen verstärkt die beruhigende Wirkung von THC, Limonen hebt die Stimmung, Caryophyllen wirkt entzündungshemmend über CB2-Rezeptoren. Der Entourage-Effekt beschreibt diese Synergien.

Welche Terpene passen zu welcher Küche?

Limonen für mediterrane Gerichte, Myrcen für herzhafte Schmorgerichte, Linalool für Desserts (Lavendeleis). Das Terpene-Glossar enthält ein vollständiges Food-Pairing-Raster.

Gehen Terpene beim Decarboxylieren verloren?

Ein Teil geht verloren, besonders über 160°C. Für Terpene-Erhalt: Decarb bei 105°C für 60 Minuten statt 120°C für 40 Minuten. Details im Decarboxylierungs-Guide.